Fazit, Statistik und Erkenntnisse der Tour:
Gesamtkilometer Crafter: 5790 km
Gesamtkilometer Motorrad: 1891 km
Das Konzept: Was war anders als die sonstigen Motorradtouren? Nun, die Kombination zwischen „einfachen“ Wohnmobil (hier Crafter) und Motorrad (hier Yamaha Tenere). Das resultierte aus den vorhandenen Möglichkeiten.
1. Die Anreise mit dem eigenen Motorrad mit über 5000km hätte mich fast einen Hinterreifen gekostet. Zudem ist die An- und Abreise mit zwei Tagen grenzwertig.
2. Zugverbindung wurden eingestellt
3. Der Transporteur verlangte mit Hin- und Rückreise (mit Maut) ca. 1300€ Plus meinen Hin- und Rücklug (ca. 400€ Nonstop)
4. Meine Lösung: Transporter (Kastenwagen) kaufen, Motorrad einladen und pausieren, also auch schlafen im Camper. Dazu wurde auf gebrauchtes und bewährtes zurückgegriffen und auch einige kleine Neubeschaffungen (Feldbett, Campingtisch, Skotti Grill, Wasserkanister mit Hahn usw. angeschafft
An- und Abfahrt: Sind mit jeweils 2 Tagen geplant. Wenn ich nicht mehr fahren konnte oder wollte, habe ich auf einen Rastplatz angehalten. Das hat super funktioniert. Das liegt natürlich auch an den äußerst bequemen Fahrersitz der bei Bedarf mitschwingt und viele Einstellmöglichkeiten bietet.
Stellplatz: Mit einer App habe ich diesen fantastischen Kostenlosen Stellplatz in Porto gefunden. Nach 5 Tagen auf der Rundtour mit dem Motorrad zurück, stand der Camper noch.
Der Camper: Ich habe mich bewusst gegen einen Bus (Marke erst einmal egal) entschieden, denn die Ladehöhe ist mit ca. 120cm geringfügig kleiner als das Motorrad mit Scheibe. Außerdem war mit das Stehen im Camper wichtig. Somit habe ich mich für den längsten verfügbaren Kastenwagen entschieden: Bedeutet H3 L4. Ob später ein kompletter Ausbau stattfindet, weiß ich noch nicht.
Die Strecke Crafter: Hin bin ich über Helmstedt - Freiburg - Mühlhausen - Bordeaux-Burgos- Porto . Das war angenehmer als die Rücktour südlich von Paris
Die Rund-Strecke mit Porto, Aveiro, Sintra, Silves, Faro, Beja, Transcoco mit der Fahrt durch das Douro-Tal.
Highlight:
1.Die Fahrt durch das kurvige Douro-Tal
2.Porto als Stadt mit dem e-Scooter erkunden. Die Entfernung zwischen Stellplatz und der Innenstadt sind ungefähr 7,3km, was bedeutet hin und zurück ist machbar. Das würde ich genauso wieder machen
3.Aveiro das portugiesische Venedig
4.Sintra mit buntem Schloss
Lowlights:
1. Die Hafenstadt Faro. Das war und ist für mich überbewertet. Die Stadt ist schon sehenswert, aber alles in allem für mich persönlich enttäuschend
2. Mautgebühren. Nicht nur in Frankreich und Spanien, sondern auch teilweise in Portugal. Wobei ich in Portugal die zweispurige gut ausgebaute Nebenstraße die teilweise ähnlich der Autobahn verläuft und gut ausgebaut ist und eben nichts kostet. Die Mautgebühren lagen mit 108 € auf der Hin- und 167 € auf der Rücktour bei insgesamt 274 €. Die Hintour verlief mehr in Deutschland, so dass die unterschiedlichen Preise zu Stande kommen.
3. Das ich die Benagil Höhle leider nur von oben sehen konnte, und aufgrund der hohen Wellen nicht stattfinden konnte war für mich enttäuschend. Wie es ist kann ich daher nicht beurteilen.
Hotelpreise: Von 45€ bis 117€ war alles dabei. Mal sehr spartanisch bis luxuriös, mal ein kleines Zimmer bis zum kompletten Haus. Im Durchschnitt waren das für fünf Übernachtungen 77€. Je mehr ich ins Landesinnere gekommen bin um so preisgünstiger wurde es. Alles per booking - alles ok.
Die Tour hat so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Die Kombination Crafter (Kastenwagen) mit Motorrad hat sehr gut funktioniert. Da bin ich bestimmt im nächsten Jahr Wiederholungstäter 🤣
Bis zum nächsten Mal