Dienstag, 4. November 2025

Fazit, Statistik und Erkenntnisse der Tour:

Gesamtkilometer Crafter:    5790 km
Gesamtkilometer Motorrad: 1891 km

Das Konzept: Was war anders als die sonstigen Motorradtouren? Nun, die Kombination zwischen „einfachen“ Wohnmobil (hier Crafter) und Motorrad (hier Yamaha Tenere). Das resultierte aus den vorhandenen Möglichkeiten. 

1. Die Anreise mit dem eigenen Motorrad mit über 5000km hätte mich fast einen Hinterreifen gekostet. Zudem ist die An- und Abreise mit zwei Tagen grenzwertig.

2. Zugverbindung wurden eingestellt

3. Der Transporteur verlangte mit Hin- und Rückreise (mit Maut) ca. 1300€ Plus meinen Hin- und Rücklug (ca. 400€ Nonstop)

4. Meine Lösung: Transporter (Kastenwagen) kaufen, Motorrad einladen und pausieren, also auch schlafen im Camper. Dazu wurde auf gebrauchtes und bewährtes zurückgegriffen und auch einige kleine Neubeschaffungen (Feldbett, Campingtisch, Skotti Grill, Wasserkanister mit Hahn usw. angeschafft

An- und Abfahrt: Sind mit jeweils 2 Tagen geplant. Wenn ich nicht mehr fahren konnte oder wollte, habe ich auf einen Rastplatz angehalten. Das hat super funktioniert. Das liegt natürlich auch an den äußerst bequemen Fahrersitz der bei Bedarf mitschwingt und viele Einstellmöglichkeiten bietet.

Stellplatz: Mit einer App habe ich diesen fantastischen Kostenlosen Stellplatz in Porto gefunden. Nach 5 Tagen auf der Rundtour mit dem Motorrad zurück, stand der Camper noch.

Der Camper: Ich habe mich bewusst gegen einen Bus (Marke erst einmal egal) entschieden, denn die Ladehöhe ist mit ca. 120cm geringfügig kleiner als das Motorrad mit Scheibe. Außerdem war mit das Stehen im Camper wichtig. Somit habe ich mich für den längsten verfügbaren Kastenwagen entschieden: Bedeutet H3 L4. Ob später ein kompletter Ausbau stattfindet, weiß ich noch nicht.

Die Strecke Crafter: Hin bin ich über Helmstedt - Freiburg - Mühlhausen - Bordeaux-Burgos- Porto . Das war angenehmer als die Rücktour südlich von Paris 

Die Rund-Strecke mit Porto, Aveiro, Sintra, Silves, Faro, Beja, Transcoco mit der Fahrt durch das Douro-Tal.

Highlight:

1.Die Fahrt durch das kurvige Douro-Tal 

2.Porto als Stadt mit dem e-Scooter erkunden. Die Entfernung zwischen Stellplatz und der Innenstadt sind ungefähr 7,3km, was bedeutet hin und zurück ist machbar. Das würde ich genauso wieder machen

3.Aveiro das portugiesische Venedig

4.Sintra mit buntem Schloss

Lowlights:

1. Die Hafenstadt Faro. Das war und ist für mich überbewertet. Die Stadt ist schon sehenswert, aber alles in allem für mich persönlich enttäuschend

2. Mautgebühren. Nicht nur in Frankreich und Spanien, sondern auch teilweise in Portugal. Wobei ich in Portugal die zweispurige gut ausgebaute Nebenstraße die teilweise ähnlich der Autobahn verläuft und gut ausgebaut ist und eben nichts kostet. Die Mautgebühren lagen mit 108 € auf der Hin- und 167 € auf der Rücktour bei insgesamt 274 €. Die Hintour verlief mehr in Deutschland, so dass die unterschiedlichen Preise zu Stande kommen. 

3. Das ich die Benagil Höhle leider nur von oben sehen konnte, und aufgrund der hohen Wellen nicht stattfinden konnte war für mich enttäuschend. Wie es ist kann ich daher nicht beurteilen. 

Hotelpreise: Von 45€ bis 117€ war alles dabei. Mal sehr spartanisch bis luxuriös, mal ein kleines Zimmer bis zum kompletten Haus. Im Durchschnitt waren das für fünf Übernachtungen 77€. Je mehr ich ins Landesinnere gekommen bin um so preisgünstiger wurde es. Alles per booking - alles ok.

Die Tour hat so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Die Kombination Crafter (Kastenwagen) mit Motorrad hat sehr gut funktioniert. Da bin ich bestimmt im nächsten Jahr Wiederholungstäter 🤣

Bis zum nächsten Mal  



Sonntag, 31. August 2025

Tag 9 und 10 (Freitag und Samstag):

Am Do:
Gefahrene Kilometer: 677 km
Gesamt: 3664 km

Am Fr:
Gefahrene Kilometer: 1524 km
Gesamt: 5188 km

Am Sa:
Gefahrene Kilometer: 602 km
Gesamt: 5790 km

Wetter: In Portugal, Spanien und Deutschland sonnig, in Frankreich teilweise Starkregen

Der Crafter läuft und läuft und läuft.
Den ersten Tag komme ich bis Spanien. Der zweite Tag durchquere ich Frankreich.
Die Route verläuft vom Südwesten nach Nordosten. Ich entscheide mich aber nicht an Paris vorbeizufahren, denn ich verliere auf meiner Strecke ca. 2 Std Zeit durch Stau, obwohl fast keine LKW´s fahren - nur extrem wichtige Blumen😝.
Das Ziel ist irgendwie noch die Nacht in Deutschland zu verbringen. Die Länder haben ja keine Grenzkontrollen mehr, außer die von Frankreich nach D. Ich dachte mir schön: Na, Kastenwagen ist doch interessant, aber D-Kennzeichen und keine Auffälligkeiten -> ich werde durchgewunken.




Tag 8 (Donnerstag):

Gefahrene Kilometer: 288 km
Gesamt: 1891 km

Wetter: Sonnig, etwas windig, Temperaturen 16 - 19 Grad

Ich wache im komfortabelsten, modernsten und günstigsten Hotel auf. Und das ganze jetzt noch mit Frühstück für 40€. Ich spreche über diesen sehr schönen Sachverhalt mit der Besitzerin. "Ja, an der Küste ist es schon merklich teurer", sagt sie. Ich genieße das gute Frühstück und sattle das Motorrad.
Den Ritual den Portugal- Aufkleber auf die mittlerweile 18 Jahre alten Alu-Koffern zu kleben, habe ich mir verdient.
Heute soll es zur Motorradtour mit einer der schönsten Strecken gehen, ja - sie soll sogar eine der schönsten Europas sein - Die Fahrt durch das Douro Tal.

"Das Douro-Tal gehört zu den schönsten Landschaften in Portugal. Entlang des Douro, dem drittlängsten Fluss der iberischen Halbinsel, erwarten dich tolle Städte und Dörfer, historische Sehenswürdigkeiten, spektakuläre Aussichtspunkte und das älteste Weinbaugebiet der Welt.! und Atemberaubend steile Weinterrassen, urige Dörfchen und edle Weingüter, die den besten Portwein der Welt produzieren: Das ist das Douro-Tal im Norden Portugals. Seit 2001 ist die Region UNESCO-Welterbe. Seinen Namen hat das Tal von dem Fluss Douro, der sich gemächlich durch die wunderschöne Landschaft schlängelt. Und genau hier verläuft auch eine Straße, die regelmäßig in Listen mit den schönsten Straßen der Welt auftaucht: Die berühmte N222.
Die komplette Straße verläuft einmal durch ganz Portugal, als schönster Abschnitt gelten die 27 Kilometer zwischen Peso da Regua und Pinhão. Dieses Teilstück mit 93 gewundenen Kurven bietet spektakuläre Aussichten auf die majestätische Landschaft. Die Route wurde tatsächlich schon mit einer wissenschaftlichen Formel untersucht, um das beste Verhältnis aus Bremszeit, Entfernung und Landschaftserlebnis zu ermitteln. Das Ergebnis: Die N222 ist die schönste Straße der Welt", so die Presse.

Ich starte in vom Hotel Figuras Mágicas in Trancoso bei 16 Grad. Der Ausgangspunkt ist bewusst so gewählt, sind es nur 40 km bis ich die N222 bei Sao Joao da Pesqueira erreiche. Ich fahre dann in Richtung Westen die wirklich schöne und kurvenreiche Strassen ab. Ok, der Asphalt ist nicht der Perfekte, aber so schlecht, wie ich einige Reszissionen gelesen habe, bei weitem nicht.
Das Wetter spielt mit und natürlich habe ich hier die meisten gleichgesinnten Motorradfahrer und Gruppen gegrüßt bzw. gesehen.
Mein persönliches Highlight von Portugal.
Ich komme gegen 16:00 Uhr wieder in Porto an und bin gespannt, in welchen Zustand der dort abgestellte Crafter sich befindet. Ein kurzer Rundumcheck sagt: Alles ok ! Ich packe den Scooti Grill raus und grille. 
Danach packt es mich. Meine Tour ist beendet, meine Liste abgearbeitet.
Ich verlaste auf dem Platz für die Schaulustigen die Tenere auf den Crafter - die Zusammenführung OT 7 mit OT 4 😁 lade und verlaste alles und auf geht`s in Richtung Heimat. Die Routenführung führt mich direkt durch Porto und kostet mind. 45min. Denn dort wo ich die Stadtbesichtigung gemacht habe, fahre ich jetzt mit dem 7m Schiff entlang - keine gute Idee.
























 


Donnerstag, 28. August 2025

Tag 7 (Mittwoch):

Gefahrene Kilometer: 451 km
Gesamt: 1603 km

Wetter: Sonnig, es kühlt ab ca. 25-28 Grad, teilweise sehr windig

Schau ich mir heute morgen (die mit Sicherheit sehenswerte) Burg an ?
Nein 😅 Ich habe sie gestern von außen gesehen und schon mehrere Burgen und Schlösser auf meiner Tour betrachtet.
Ich gönne mir in einem kleinen Cafe um die Ecke einen Cappuccino und ein Pastel de Nata, das Nationalgepäck der Portugiesen. Es ist ein Blätterteig gefüllt mit Pudding.
Der heutige reine Fahrtag dient zur Absolvierung eines der Highlights der Tour: Das Douro-Tal.
Nun die Fahrt ist eher unspektakulär ich fahre kurz auf der Autobahn um dann die IP 2 in Richtung Norden zu nehmen.
Was man deutlich spürt, ist der Temperaturabfall - was Yamaha im Display auch bestätigt. 
Auf der Fahrt reiße ich Kilometer ab, mache mehrere Pausen, eine an einem Stausee.
Als ich in Trancoso im Hotel Figuras Mágicas glaubte ich schon bei der Buchung an einen Fehler: 45€ und Bestnoten von 9,5 passten für mich so gar nicht zusammen - ach so, ein außergewöhnliches Frühstück
 ist auch noch dabei.
Aber genauso, wie beschrieben war es auch: Sauber, ziemlich neu, sehr gutes Frühstück und das alles für einen unschlagbares Preis/Leistung Verhältnis.
Transoco hat ebenfalls eine Burg und hier finden wohl auch Ritterfestspiele statt. Die nette Besitzerin erklärt mir das Wappen, das er als Portugiese einerseits und seine Frau aus Spanien zeigt.
Abends gehe ich noch in den ortsansässigen Supermarkt. Fisch in der Tiefkühlabteilung. Ich gönne mir noch einen Snack in der Dorfkneipe, die eher zum Fußballgucken hier sind.
Ich genieße noch das Frühstück und freue mich auf den "wahrscheinlich" letzten Tag auf der Motorradtour.